Unsere 11 Gründe:

 
  1. Der Kultur- und Sozialausschuss des Stadtrates hatte bereits 2011 eine Liste jener Personen beschlossen, die geehrt werden könnten. Eine Benennung an der Liste vorbei  und ohne Bezug auf sie ist undemokratisch.

  2. Die Benennung ist nicht öffentlich diskutiert worden. Sie wurde uns Bürgern übergestülpt, ohne uns zu fragen, und ist damit nicht bürgernah.

  3. Obwohl wir Helmut Kohls Verdienste um die Vereinigung Deutschlands und Europas anerkennen, bleibt bis zur restlosen Aufklärung der CDU-Parteispendenaffäre seine Person im Verdacht der Mitwisserschaft und Hehlerei.

  4. Kohl bleibt auch in seiner Partei, der CDU, umstritten. Er verlor die Ehrenmitgliedschaft. Angela Merkel und andere frühere Mitstreiter wandten sich ab. Kurt Biedenkopf macht ihn für die Flüchtlingskrise verantwortlich.

  5. Unter  diesem Link  auf die Burger Website kann man nachlesen,  dass der Stadtratsbeschluss gegen die eigene  Satzung zur Benennung von Straßen und das Anbringen von Straßennamensschildern verstößt.

  6. Voraussetzung für die deutsche Vereinigung war die politische Wende in der DDR. Sie wurde von Bürgern der DDR herbeigeführt. Sie zu ehren und an sie zu erinnern, wäre weitaus dringlicher.

  7. Helmut Kohl stand in keiner direkten Beziehung zu unserer Stadt.

  8. Bundeskanzler und andere Personen vor Helmut Kohl stehen ihm in ihrer historischen Bedeutung nicht nach und wurden bisher in Burg ebenfalls nicht mit Straßenbenennungen geehrt.

  9. In seiner Heimat Ludwigshafen wehren sich die Bürger gegen eine Benennung mit dem Namen Helmut Kohl. 1000 Unterschriften genügten dort, um die Räte davon zu überzeugen, den Beschluss aufzuheben. Gratulation! Auch andere Städte wehren sich.

  10. Man muss Straßen und Plätze nicht benennen, um Personen zu ehren. Skulpturen, Tafeln, Stelen sind ebenfalls geeignete Möglichkeiten, die zudem das künstlerische Schaffen befördern.

  11. Blumenbeete, Rabatten oder Parkplätze ohne Postadresse sind eher nicht geeignete Stellen, um Personen mit Platzbezeichnungen zu ehren. Ein Platz sollte  eine erhaben wirkende Fläche einnehmen. Alles andere ist provinzielle, krampfhaft wirkende Albernheit.